Welche Konzepte gibt es zur Regulierung des Immobilienmarkts?
AfD
Die AfD plant verschiedene Maßnahmen zur Regulierung des Immobilienmarkts:
  • Wohnungsbau fördern: Durch Abbau gesetzlicher Vorgaben im Bau- und Mietrecht soll der Wohnungsbau erleichtert werden .
  • Wohneigentum fördern: Mieter sollen durch Eigenkapitalersatz beim Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum unterstützt werden .
  • Steuern und Abgaben senken: Die AfD will die Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer aufheben und den Rundfunkbeitrag (GEZ) abschaffen .
  • Einheimische bevorzugen: Einheimische sollen bei der Vergabe von Wohnbaugrundstücken bevorzugt werden .
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Wohneigentum zu fördern und den Immobilienmarkt zu regulieren.
CDU
Die CDU/CSU plant verschiedene Maßnahmen zur Regulierung des Immobilienmarkts:
  • Sonderabschreibungen: Eine zeitlich befristete Sonderabschreibung soll den Neubau von bezahlbarem Wohnraum fördern .
  • Steuerliche Anreize: Der Werbungskostenabzug wird angepasst, um steuerliche Nachteile bei günstigen Mieten zu vermeiden .
  • Bau- und Mietkostensenkung: Durch mehr Bauland, niedrigere Baukosten und Entbürokratisierung soll Bauen und Wohnen wieder bezahlbarer werden .
  • Mieterschutz: Wirksamer Schutz der Mieter, inklusive Anpassungen beim Wohngeld .
Diese Konzepte zielen darauf ab, sowohl das Angebot an Wohnraum zu erhöhen als auch Mieter zu entlasten.
Die Grünen
Die Grünen haben im Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025 mehrere Konzepte zur Regulierung des Immobilienmarkts vorgeschlagen:
  • Mietpreisbremse verlängern: Anstiege der Mieten sollen über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus stärker begrenzt werden. Der Betrachtungszeitraum zur Ermittlung der Vergleichsmiete soll verlängert werden.
  • Schlupflöcher schließen: Dies betrifft überteuerte Angebote als möblierte Wohnungen oder Ferienwohnungen.
  • Kommunales Vorkaufsrecht stärken: Kommunen sollen ein stärkeres Vorkaufsrecht bei Immobiliengeschäften haben.
  • Steuerschlupflöcher schließen: Insbesondere bei sogenannten Share Deals im Immobilienbereich.
  • Schutz vor Missbrauch von Kündigungen: Beispielsweise wegen Eigenbedarf oder Mietschulden.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Mieter*innen besser zu schützen.
SPD
Die SPD plant folgende Maßnahmen zur Regulierung des Immobilienmarkts für die Bundestagswahl 2025:
  • Mietpreisbremse: Diese soll unbefristet gelten und auch für Immobilien, die bis 2019 bezogen wurden, anwendbar sein . Mietwucher soll durch Verschärfung des Wirtschaftsstrafrechts unterbunden werden .
  • Eigenbedarfskündigung: Das Recht soll reformiert und auf die Wohnnutzung durch die Kernfamilie beschränkt werden .
  • Mietspiegel: Der Betrachtungszeitraum soll auf zehn Jahre ausgeweitet werden .
  • Grundsteuer: Mieter sollen bei der Grundsteuer entlastet werden .
  • Wohngeld: Es wurde zu "Wohngeld plus" erweitert, um mehr Menschen zu unterstützen .